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10.09.10 18:00 Uhr: Die „Liturgie des Loslassens und Festhaltens“
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Perlen des Glaubens im Januar - Spuren im Schnee
Liebe Leserinnen, liebe Leser,
liebe „Perlen des Glaubens“-Freunde!
Am Neujahrsmorgen stand ich auf einem Berg, über 2000 Meter hoch und blickte über eine frisch eingeschneite Landschaft. Die Luft war klar und eisig, die Sonne schien und es waren fast noch keine Spuren im Neuschnee zu sehen. Ich war früh unterwegs für den Morgen nach der Silvesternacht und in der Gondel, auf dem Weg nach oben, begegnete ich nur wenigen Menschen. Entsprechend war der über Nacht gefallenen Schnee noch unberührt, wenig Spuren waren zu sehen, nur wenig Skifahrer waren bereits vor mir unterwegs gewesen. Funkelnd lag die weiße Schneepracht noch vor mir und ich war hin und her gerissen zwischen dem Staunen über so viel Weiß und Reinheit und dem Bedürfnis, meine eigene Spuren im Schnee zu hinterlassen. Mein Gefühl war, dass auch das Jahr 2008 noch genauso unberührt, mit allen Möglichkeiten der Veränderung vor mir lag. Alles ist möglich, alles kann noch sein.
Was noch vor einem Tag war, liegt hinter mir. Vor mir liegen Chancen, ein Neuanfang ist möglich. Hier und heute konnte ich dem Jahr, meinem Leben eine neue Richtung geben, es anders machen als bisher oder den Weg, den ich bisher gegangen war vertiefen, die Richtung beibehalten, weil es gut so war. An die weiße Perle der Auferstehung musste ich denken – genauso rein weiß wie der Schnee - steht sie für das neue Leben, den Aufbruch zu etwas Neuem. Das hinterlässt Spuren, bei mir und bei anderen, wenn es geschieht und ob es das Richtige war, zeigt sich oft erst in der Nachschau.
Zwischen der Angst etwas zu zerstören, dem Bedürfnis zu bewahren und der Lust an neuen Wegen und daran Zeichen zu hinterlassen, bin ich an diesem Morgen ins Tal ab- und ins Jahr 2008 hinein gefahren. Ich hoffe auch Sie sind alle gut im Jahr 2008 angekommen und mit Lust dabei dieses Jahr zu gestalten!
Für die Perlen des Glaubens begann dieses Jahr sehr aufregend. Sie durften ins Fernsehen. Wie Sie meinem letzten „Fernseh-Tipp“ entnehmen konnten, hat der Bayrische Rundfunk am 20. Januar einen Gottesdienst zu den Perlen des Glaubens mit Kirstin Faupel-Drevs, Anselm Grün und Clemens Bittlinger ausgestrahlt. Über 200.000 Menschen haben an den Bildschirmen daheim mit uns gemeinsam Gottesdienst gefeiert – ein schönes Gefühl! Text-Ausschnitte und Fotos des Gottesdienstes finden Sie heute in diesem Newsletter. Auf Veranstaltungen zu den Perlen des Glaubens weisen wir immer gerne hin – nicht nur im Newsletter, sondern auch auf der Homepage. Teilen Sie uns also gerne mit, wenn Sie in Ihrer Gemeinde oder Ihrem Haus eine Veranstaltung anbieten. So können sich vielleicht noch mehr „Perlen“-Interessierte zusammenfinden.
Ihnen allen einen gesegneten Start ins Jahr 2008
Ihre Sandra Peters-Hilberling Amt für Öffentlichkeitsdienst der +) Nordelbischen Ev.-Luth. Kirche |
„Perlen des Glaubens“ im Fernsehen
Am Sonntag, den 20. Januar 2008 übertrug das Bayrische Fernsehen einen Gottesdienst mit den „Perlen des Glaubens“ aus der Pilgerkirche St. Jakob in Nürnberg. Kirstin Faupel-Drevs, Spiritualin der Perlen des Glaubens am Ansverus-Haus in Aumühle, Pater Anselm Grün, Rockpfarrer Clemens Bittlinger mit seiner Band und Pfarrerin Simone Hahn gestalteten diesen Gottesdienst. Abwechslungsreich, gleichzeitig aber bewegend und einfühlsam wurde mit den Perlen des Glaubens auch in Themen menschlichen Lebens mit Gott eingeführt. Im Folgenden finden Sie einen Ausschnitt dieses Gottesdienstes. Wenn Sie Lust auf mehr bzw. den ganzen Gottesdienst haben, dann finden Sie den Text im Download auf unserer Homepage.
Im Zeitalter diverser Fernseh-Programme ist es für diejenigen, die das Schweizer Fernsehen empfangen können auch möglich am kommenden Sonntag ab 10.00 Uhr noch einmal den „Perlen“- Gottesdienst zu feiern. Schalten Sie ein!
Sie möchten Kirstin Faupel-Drevs, Clemens Bittlinger und Band live und hautnah erleben? Dann kommen Sie zu einem der „Perlen des Glaubens“ – Konzerte im Norden:
Do., 15. Mai 2008 um 20 Uhr in St. Jacobi in Hamburg
Fr., 16.Mai 2008 um 20 Uhr im Dom zu Schleswig
Nähere Infos zum Kartenvorverkauf und Preisen im nächsten Newsletter oder demnächst auf unserer Homepage.
Rote Perlen und Perlmuttfarbene – ein Ausschnitt des Gottesdienstes
Pfrin. Kirstin Faupel-Drevs
Perlen der Liebe
Was ist Liebe? Und wer könnte sie erklären in all ihren Dimensionen? „Ohne Liebe wäre ich nichts“, heißt es an einer Stelle in der Bibel. Im Perlenband gibt es gleich zwei Perlen, denn zur Liebe gehören immer zwei, Liebender und Geliebter. Sie sind natürlich rot wie das Feuer und direkt neben einander. Mein Du: das kann ein Mensch sein, mein Mann, mein Kind, meine Freundin; das kann aber auch Gott sein, mit dem ich mich im Gebet verbinde.
So sollst du Gott lieben: „Von ganzem Herzen, von ganzer Seele und mit allen deinen Kräften, und deinen Nächsten wie dich selbst“ (Mt 22,37-39*).
Jesus hat versucht, den Menschen diese leidenschaftliche Liebe Gottes näher zu bringen. Sein ganzes Leben ist ein Zeugnis dieser Liebe. Darum hat Alt-Bischof Martin Lönnebo auch die zweite der roten Perlen die „Perle der Hingabe“ genannt. Sie erinnert an das Abendmahl. Weil Gott sein Leben mit uns geteilt hat und sich uns hingegeben hat in Brot und Wein, darum sollen auch wir das Leben mit anderen teilen. Es ist genug da, an Liebe und an Brot, und es macht glücklich, davon weiter zu geben.
Geheimnis-Perlen
Die drei kleinen weißen Perlen daneben, die genauso aussehen wie die schon bekannte Ich-Perle, heißen „Perlen der Geheimnisse“. Sie vertiefen meine Lebensfragen, sie helfen mir, der inneren Wirklichkeit meines Lebens näher zu kommen. Das Äußere können wir in der Regel mit unseren Sinnen wahrnehmen: sehen, hören, riechen, schmecken, tasten. Aber das ist nicht alles; die wichtigsten Dinge sind unsichtbar. Träume, verborgene Ängste und Sehnsüchte, eine drängende Frage. Vieles, was wir an uns selbst oft nicht verstehen. Nur Gott allein kennt das ganze Geheimnis, das du bist.
Martin Lönnebo geht auf folgende Weise mit diesen drei Perlen um: „Mit der ersten halte ich Fürbitte, und zwar so, dass ich mir alle Menschen, die ich liebe, geborgen in einem hellen Haus aus Licht vorstelle. Über die zweite Perle möchte ich nicht reden. Und die dritte Perle verbindet mich mit allen Menschen, die wie ich unterwegs mit diesem Perlenband sind.“
Pater Anselm Grün über die Liebe
In jedem Menschen steckt die Sehnsucht zu lieben und geliebt zu werden. Der Mensch wird erst zum Menschen, wenn er Liebe erfährt und Liebe zu geben vermag. Zugleich erfahren viele Menschen, dass sie zu wenig geliebt worden sind. Sie werden krank aus Mangel an Liebe. Weil sie als Kind nicht um ihrer selbst willen geliebt worden sind, weil sie benutzt worden sind für die Bedürfnisse der Eltern, leiden sie als Erwachsene an ihren Vater- und Mutterwunden. Sie brauchen die Erfahrung der Liebe, um gesund zu werden.
So beglückend die Liebe sein kann, so verletzend ist sie oft. Da habe ich Liebe zu einem Menschen gespürt und sie auch von ihm erfahren. Aber auf einmal wird die Liebe brüchig. Der andere wendet sich einer jüngeren Frau zu. Und schon fühle ich mich verletzt, benutzt, missbraucht, verraten. Aber selbst diese verletzende Erfahrung kann die Sehnsucht nach Liebe und Geliebtwerden nicht auslöschen. Im Gegenteil: umso stärker sehnen wir uns nach einer tragfähigen Liebe, auf die wir bauen können. Wir sehnen uns nach einer Liebe, die uns für immer erfüllt. Aber offensichtlich verweist die Liebe, die wir mit einem Menschen erfahren, immer über sich hinaus auf eine größere Liebe, auf eine unvergängliche ewige, letztlich auf eine göttliche Liebe.
Das Ziel unserer Sehnsucht nach Liebe ist nicht, dass einmal jemand kommt, der uns so liebt, dass wir für immer satt sind. Wir werden nie ganz satt werden an menschlicher Liebe. Sowohl die Erfüllung durch die Liebe als auch die Enttäuschung, die wir oft genug erleben, wollen uns aufbrechen für eine Liebe, die größer ist als die zwischenmenschliche Liebe. Das Ziel der erfüllenden und enttäuschenden Erfahrungen mit der Liebe ist, dass wir Liebe werden, dass wir die Liebe als eine Quelle erfahren, die in uns strömt. Eine Frau erzählte, dass sie bei einem Spaziergang auf einmal das Gefühl hatte, sie sei ganz Liebe. Sie liebte nicht einen bestimmten Menschen, sondern sie war Liebe. Die Liebe in ihr strömte zu allem hin, was sie umgab. Sie erfüllte ihren Leib und ließ sie ihn auf neue Weise spüren. Von ihr strahlte Wohlwollen zu allem aus, zur Natur um sie herum, zu den Menschen, denen die sie begegnete. Sie spürte einen angenehmen Geschmack in sich, den Geschmack der Liebe.
Wer diese Erfahrung macht, dass er Liebe ist, der hat letztlich eine spirituelle Erfahrung gemacht. Wir können diese Erfahrung nicht festhalten. Aber manchmal überkommt sie uns. Dann sind wir innerlich voller Glück. Wir ahnen, was Johannes in seinem ersten Brief sagt: „Gott ist Liebe, und wer in der Liebe bleibt, bleibt in Gott, und Gott bleibt in ihm.“ (1 Joh 4,16) Wir haben letztlich Gott selbst erfahren, den Urgrund und die Quelle aller Liebe.
Das Ziel aller erfüllenden und verletzenden Erfahrungen von Liebe, aller Verzauberung und aller Enttäuschung durch die Liebe ist, dass wir zu dieser Liebe gelangen, die unabhängig ist von der Erfahrung, ob uns gerade jemand liebt oder ob wir in jemanden verliebt sind. Das Wissen um diese Erfahrung befreit uns von dem ständigen Jammern, dass wir zu wenig Liebe erfahren haben, dass wir gar nicht richtig zu leben vermögen, weil nicht satt geworden sind in unserer Sehnsucht nach Liebe. Die Sehnsucht nach Liebe wird in uns geweckt durch Erfüllung und Enttäuschung. Ich erlebe in der Begleitung viele, die darunter leiden, dass sie zu wenig geliebt worden sind. Ich nehme ihren Schmerz ernst. Aber ich verweise sie auch auf ihre Sehnsucht nach Liebe. Diese Sehnsucht ist in ihnen. Die kann ihnen niemand nehmen. Antoine de Exupery sagt einmal: In der Sehnsucht nach Liebe ist schon Liebe. Und diese Liebe, die ich in meiner Sehnsucht spüre, kann mir niemand nehmen. Sie ist letztlich die Liebe, die aus Gott ist und in der Gott selbst in mir ist.
Musik: „Mein geheimes Leben“
1. Mein geheimes Leben
tief im Labyrinth
meiner tausend Träume
die dort gefangen sind
hat mich nie vergessen,
meldet sich, ist da,
wenn ich nachts nicht schlafe,
spür ich es ganz nah
2. Mein geheimes Leben
findet selten statt
in verborgnen Räumen
funkelt es nur matt.
Mein geheimes Leben
sieht so anders aus,
vielleicht kommt es einmal
ganz von selber raus.
3. Mein geheimes Leben
hab ich manchmal satt.
Ich erschrecke vor dem,
was es in sich hat.
Mein geheimes Leben
birgt so manche Schuld
doch du lässt mich leben,
Schöpfer der Geduld.
4. Mein geheimes Leben
kennst alleine Du,
Tränen mancher Sehnsucht
gehören wohl dazu,
zu dem ganzen Menschen,
den du liebst und willst,
dessen Durst und Hunger
du am Ende stillst.
Text und Musik: Clemens Bittlinger
Neuigkeiten
Klappkarten-Set mit Meditationsbildern der „Perlen des Glaubens“
In einem kleinen Schuber erhalten Sie die Klappkarten mit Meditationsbildern, die die Künsterlin Susanne Pertiet zu den „Perlen des Glaubens“ geschaffen hat. Zum Verschicken, Verschenken und um die eigene Arbeit mit den „Perlen des Glaubens“ zu ergänzen hervorragend geeignet. Zeitgenössische Texte auf der Rückseite der Klappkarten laden zum Nachdenken ein.
Klappkarten-Set Meditationsbilder „Perlen des Glaubens“
Mit Bildern von Susanne Pertiet
Mit zeitgenössischen Texten
Inkl. Briefumschlägen
€ 14,95
Veranstaltungen im Februar
01.02.2008 von 18.00-21.00 Uhr
Workshop „Perlen des Glaubens“
Evangelische Stadtakademie Nürnberg, „Eckstein“, Raum 4.01
Burgstr. 1-3, 90403 Nürnberg
Anmeldung unter:0911/ 214-2121
14.02.2008 von 19.30-21.30 Uhr
Glaubensperlen – Leben und Spiritualität
Bildungszentrum Singen
Anmeldung unter: 07731/ 982590
18.02.2008 von 10.00 Uhr bis 19.02.2008 bis 16.00 Uhr
Perlen des Glaubens im Konfirmanden-Unterricht
Ansverus-Haus Aumühle
Leitung: Dr. Kirstin Faupel-Drevs
Anmeldung unter: 04104/ 970620
21.02.2008 von 9.30-18.30 Uhr
Perlen des Glaubens im Kindergarten
Ansverus-Haus Aumühle
Leitung: Dr. Kirstin Faupel-Drevs
Anmeldung unter: 04104/970620
22.02.2008 von 18 Uhr bis 24.02.2008 bis 13.00 Uhr
Einführungsseminar „Perlen des Glaubens“
Evangelisches Bildungszentrum Hesselberg
Anmeldung unter: 09854/10-0
29.02.2008 von 18.00 Uhr bis 02.03.2008
„Perlen des Glaubens – ein kleiner Rettungsring“
Exercitienhaus Kloster Marienrode
Anmeldung unter: 05121/9304140
03.03.2008 von 16.00 Uhr bis 07.03.2008 bis 10.30 Uhr
Kleine Exercitien mit den „Perlen des Glaubens“
Ansverus-Haus Aumühle
Leitung: Dr. Kirstin Faupel-Drevs
Anmeldung unter: 04104/970620
Weitere Informationen zu diesen Veranstaltungen finden Sie auf unserer Homepage unter Veranstaltungen.
Formalia
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Der „Perlen des Glaubens“-Newsletter wird herausgegeben vom Amt für Öffentlichkeitsdienst der Nordelbischen Ev.-Luth. Kirche. Das Amt für Öffentlichkeitsdienst ist eine unselbständige Einrichtung der Nordelbischen Ev.-Luth. Kirche. Die Nordelbische Ev.- Luth. Kirche ist eine Körperschaft des Öffentlichen Rechtes. Sie wird vertreten durch die Kirchenleitung. Vorsitzender der Kirchenleitung ist Dr. Hans-Christian Knuth, Bischof zu Schleswig.
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